„Elterngeld“ für die private Pflege?

Berlin, 15.01.2016 – Zehn freie Tage stehen Arbeitnehmern laut dem Familienzeitgesetz zu, um Angehörige zu pflegen. Danach erhalten sie einen Kündigungsschutz, doch keinen Lohnersatz. Beides wurde 2015 selten in Anspruch genommen.

„Das Gesetz ist ein Flop“, so Elisabeth Scharfenberg (Grüne). Es sei einfacher, sich krankschreiben zu lassen anstatt umständlich die Pflegezeit zu beantragen. Auch ein zinsloses Darlehen, das Angehörigen für Lohnausfälle zusteht, müsse schließlich zurückgezahlt werden. Eine bessere Lösung muss her. Zur Diskussion stehen Lohnersatzleistungen aus Steuermitteln – ähnlich dem Elterngeld.

Die Pflegeagenten befürworten die finanzielle Entlastung von Angehörigen, denn gute Pflege braucht Zeit. Wir nehmen sie uns.